mit Dr. phil. Christian Boeser
Stammtischparolen lassen sich als aggressive, zugespitzte, platte, dogmatische, vereinfachende Schwarz-Weiß-Malereien definieren, welche die Welt in „richtig“ und „falsch“ einteilen. Stammtischparolen sind oftmals Mitteilungen von Menschen, die glauben, ihre Meinung hätte einen Anspruch auf Allgemeingültigkeit. Wie können wir auf Stammtischparolen reagieren? Wie können wir klar Position beziehen und demokratische Streitkultur beleben? Und wie können wir angesichts aktueller Herausforderungen den Zusammenhalt in unserer Gesellschaft stärken?
Ein Gedankenexperiment: Was wäre, wenn wir in unserer Partnerschaft, in unserer Familie und in unserer Gesellschaft überhaupt nicht mehr streiten? Und was wäre, wenn wir immer feindselig streiten? Das Gedankenexperiment macht deutlich: Streitvermeidung ist ebenso ein Fehler wie feindseliger Streit. Beides macht unglücklich, verhindert Kreativität, zerstört Beziehungen und schwächt den Zusammenhalt.
Damit wir ohne Feindseligkeit streiten können, brauchen wir Menschen, die mehr Streit wagen, Menschen, die Streit als Ausdruck von Wertschätzung verstehen.
Und genau das ist es, was unsere Demokratie aktuell sehr dringend braucht: Menschen, die sowohl die Tendenz zur Streitvermeidung als auch feindseligen Streit überwinden.
Dr. phil. Christian Boeser beschäftigt sich seit 25 Jahren mit dem Thema Streit. Durch Artikel, Bücher, Workshops, Seminare und Vorträge sucht er immer wieder den Austausch mit Interessierten. Boeser ist Leiter des Netzwerks Politische Bildung Bayern und Initiator des Projekts „Streitförderer“, bei dem es um die Förderung einer demokratischen Streitkultur sowie den Umgang mit politischem Extremismus geht. Boeser ist Akademischer Oberrat am Lehrstuhl für Pädagogik mit Schwerpunkt Erwachsenen- und Weiterbildung an der Universität Augsburg.
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